Werk
Die Leute von Seldwyla (1874)
Epoche: Realismus
Inhalt: Erzählungen, in denen die gesellschaftlichen Verhältnisse eines fiktiven Orts (Seldwyla) auf teils satirisch-humoristische, teils grotesk-tragische Weise beleuchtet werden.
Der wesentlich erweiterte Novellenzyklus in vier Bänden mit 10 Novellen
Überlieferung: Kellers Seldwyla-Novellen, sein größter Erfolg, sind klassische Schullektüre und fehlen in keiner Anthologie. Einige Novellen zählen zur Weltliteratur und dienten teilweise als Vorlage für Verfilmungen, Musik- und Bühnenwerke.
Zeit- und Sachbezug: Der ersten Auflage von 1856 mit den Novellen "Pankraz, der Schmoller", "Romeo und Julia auf dem Dorfe", "Frau Regel Amrain und ihr Jüngster", "Die drei gerechten Kammacher", "Spiegel, das Kätzchen" wurden in der zweiten vermehrten Auflage von 1874 die Erzählungen "Kleider machen Leute", "Der Schmied seines Glückes", "Die mißbrauchten Liebesbriefe", "Dietegen" und "Das verlorene Lachen" hinzugefügt. Die Novellensammlung steht exemplarisch für die Bewegung des Poetischen Realismus.