Werk

Kleider machen Leute

Zeit- und Sachbezug: Die Novelle rund um das Stichwort" Kleider machen Leute" beleuchtet das Verhältnis zwischen Schein und Sein und entstand vermutlich in den 1860er Jahren. Als Vorlage dienten diverse literarische Werke über Hochstapler (u.a. Märchen der Grimms, von Brentano) sowie reale Persönlichkeiten.

Überlieferung: Die Erzählung erschien 1874 im zweiten Band des Novellenzyklus "Die Leute von Seldwyla". Die Novelle ist eine der bekanntesten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur, die als Vorlage für Filme und Opern (A. Zemlinsky 1910, S. Suder 1934, M. Rubin 1973) diente und als Musterbeispiel für die Stilrichtung des poetischen Realismus gilt.

Epoche: Realismus

Inhalt: Das Thema des geborgten Ansehens, der Scheinexistenz und die unreflektierte Wertschätzung von Äußerlichkeiten wird in schwankhafter Weise am Geschick des Seldwyler Schneidergesellen Wenzel Strapinski exemplifiziert, der mit keinerlei Habe als seiner vornehmen Garderobe in dem Städtchen Goldach eintrifft und ohne eigenes Zutun für einen polnischen Grafen gehalten wird.

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