Werk
Die drei gerechten Kammacher
Epoche: Realismus
Zeit- und Sachbezug: Die satirische Erzählung erschien 1856 im ersten Teil der Sammlung "Die Leute von Seldwyla".
Überlieferung: Die Erzählung ist ein vollendetes Beispiel für eine Groteske, die in den surrealistischen Formen Meyrinks, Kubins und Bretons eine Fortsetzung fand; Oper von Casimir von Pászthory 1932; Illustr. von Ernst Würtenberger.
Inhalt: Drei Gesellen einer Kammfabrik in Seldwyla sind ein Muster an Verträglichkeit, Fleiß und Sparsamkeit, dabei aber fantasielos, habsüchtig und beschränkt, was dazu führt, dass sie zu erbitterten Rivalen werden. Die Novelle prangert Laster wie überzogenen Ehrgeiz an und warnt vor jener Art von Gerechtigkeit, die nur sich selber meint.