Brief
An Christoph Martin Wieland (9. Februar 1810)
Indem ich die neue Ausgabe des Gedichtes vom 30ten übersende, lege ich folgen des meinem theuren Herrn u Bruder ans Herz.
Du hast Pr. Caroline mit einem freundlichen Ge dichte begrüßt ich habe dasselbe an der Herzoginn Geburtstag gethan. Nun folgt der Geb. Tag Ihro Hoheit, mehrere Freunde wollen kleine Gaben zu sammen spenden, die ich redigiren und, zusammen gedruckt, dem neuen Masken zug, der aus Russischen Völckern besteht, anver trauen wollte. Du würdest uns sehr er freuen wenn du ein weniges mit ins Füll horn legen wolltest. Die Gedichte werden nicht unterzeichnet. Das Rathen wer sie gemacht ist unterhaltend. Alle Formen sind gleich willkommen, die freyeren wie die ge bundneren.
In vier fünf tTagen fällt dir gewiß was ein. Zum schönsten bittend. Der Deinige
d. 9. Febr 1810.
Goethe
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