Brief
Von Christoph Martin Wieland (14. Februar 1810)
Vorbereitung des Geburtstages der Erbprinzessin Maria Pawlowna: W. habe in seinem ganzen Leben nichts Poetisches auf Bestellung machen können, trotz widriger Umstände aber eine Art von Mährchen aufs Papier ausgeschüttet ("Merlins weissagende Stimme aus seiner Gruft im Walde Brosseliand"). Aber es mißfalle W. selbst so sehr, daß er bei dem blossen Gedanken, es G. vor die Augen zu stellen, schamröthlich werde. Sollte Riemer dem unförmlichen Ding eine kunstmäßige Gestalt geben wollen. werde W. ihm die Idee oder Substanz mitteilen (vgl. RA 5, Nr. 1371).
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