Brief
Von Christoph Martin Wieland (10. Februar 1810)
Dank und Lob für G.s "Maskenzug zum 30. Januar 1810" (Weimar 1810; WA 16, 215-227). Zum Geburtstagsfest der Erbprinzessin Maria Pawlowna (am 16. Februar) etwas beizusteuern, fühle sich W. außerstande. Die biedern Reime, die W. auf Drängen seiner Tochter Luise und K. Bertuchs für die Prinzessin Karoline angefertigt habe ("An die Durchlauchtige Prinzessin Karoline. Am 19. Januar 1810", in: "Journal des Luxus und der Moden", Bd. 25, 1810), gäben keinen Anlaß, sich in einen Dichterchor zu mischen, an dessen Spitze G. stehe und in dem W. als letzter erscheinen müsse. Er würde aber auch das Unmögliche versuchen, wenn Riemer ihm mitteilte, was G. eigentlich vorhabe (Maskenzug zum 16. Februar: "Völkerwanderung", Weimar 1810). Sollte G. binnen vier Tagen nichts von W. erhalten, so liege es nicht an seinem Willen (vgl. RA 5, Nr. 1384).
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