Brief
Von Karl Heinrich Gros an Wilhelm von Humboldt (12. Oktober 1795)
Freude über W. von Humboldts Brief. - Zu Gros' Bewerbung in Preußen: Über seinen Brief an den Minister (K. A. von Hardenberg), auf den er aber keine Antwort erhalten habe. Ein guter Freund, der den Minister mahnen könnte, z.B. A. von Humboldt, wäre das Beste. Über seine unangenehme Lage: Ich habe schon gedacht, ob ich nicht etwa im Nothfall durch Ihre und Schillers Verwendung bey Göthe auf ein extraord. jurist. Professorat in Jena hoffen dürfte. - Freude über W. von Humboldts Äußerung zu Gros' Aufsatz in den "Horen" (1795, 8. Stück: "Über die Idee der Alten vom Schicksal"); Stellungnahme zum Thema. - Ebenso sei ihm lieb gewesen zu hören, daß die Elegien im 6. Horenstück (1795, G.s "Römische Elegien"), die schönsten, welche ich in teutscher Sprache je gelesen habe (Hey'ne nent sie in dem neusten Programm delicias, quae ipsum spirant Propertium) wirklich von Göthe sind. Gros habe sie gleich G. zugeschrieben. - Gruß an W. von Humboldts Frau.
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