Brief

An Friedrich von Gentz (23. Mai 1811)

Ew. Hochwohlgebornen halte um somehr für Schuldigkeit meine Ankunft in Carlsbad zu melden meine Ankunft in Carlsbad zu melden halte um somehr für Schuldigkeit, als ich noch meinen auf richtigen u lebhaften Dank für die köstliche Sendung ab zustatten habe. Schon vor einiger Zeit, erhielt ich das an gefällige Ankündigendeungs-Schreiben, wenige Tage vor meiner Abreise die sehnlich erwartete Rolle, für welche ich höchlich verpflichtet bin: denn ich gestehe gern, daß ich zwar in allem was ich von Fräulein von Kerpen gesehen eine entschieden angeborne Gabe bemerkt, sowie eine durch anhaltenden Fleiß erworbene Leich tigkeit der Ausführung; daß aber dieß vortreffliche Frauen zimmer dieses natürliche Talent soweit ausgebildet, um ganz eigent liche künstlerische Werke verfer tigen zu können, dieses war mir noch nicht anschaulich geworden. Das gegenwärtig mir gegönnte zeugt nicht allein von einer sehr geübten Hand, sondern auch von einem sehr zarten Sinne, u ist von mancher Seite, be sonders auch dadurch bewunderns würdig, daß man die Eigenschaften u Verdienste daes Original bildes u dessen seine Eigenschaften darin der Nachbildung gar wohl erkennen, u sich sowohl vom Geiste als wie von der Behandlung desselben einen deutlichen Begriff machen kann. Nur durch die Schätzung ein des Geleisteten kann ich mich einer solchen Gabe werth fühlen, u möchte, ohne daß ich meinen Dank in vielen Worten ausdrücktte Ew H. ersuchen, sowie Sie durch Ihren gütigen Einfluß mir dieses Kunstwerk verschafft, so auch Ihre glückliche Gabe sich auszudrücken zu einer recht gehörigen u bedeu tenden Danksagung bey der lieben Geberinn zu verwenden, wozu ich noch die aufrichtigsten Glück wünsche zu wegen der bevorstehenden Ver bindung hinzubeyzufügen bitte. Ich sage nicht zu viel, wenn ich versichre, daß jenes schöne Werk unter die vorzüglichsten Dinge Gegenstände gehört, auf deren Anblick ich mich bey meiner Rückkehr nach Hause Nachhausekunft ich zu freuen habe. Wie ich es diesen Sommer halten werde, weiß ich noch nicht ganz genau. Durchlaucht der Herzog werden in diesen Tagen in Teplitz eintreffen. Vielleicht statte ich dort, wie im vorigen Jahre, einen Besuch ab. Zwar ist es etwas apprehensiv sich gegenwärtig in Bömhmen zu be wegen, indem man bey der großen Erschütterung, welche das Patent hervorgebracht, nicht weiß wie u worauf man seine Rechnung machen soll. Mögen Ew H. mir etwas von Ihren Vorsätzen für diesen Sommer vertrauen, so findet mich ein Brief noch 14 Tage bis 3 Wochen gewiß in Carlsbad Einweisungszeichen ohne Hinzufügung. Einige vertrauliche Nachricht von dem Befinden der Frau v. Eybenberg würde mir zu großer Beruhigung gereichen. Beyliegendes Blättchen bitte dieser verehrten Freundinn zuzustellen. Für die höchst gefällige Ausrichtung meiner frühern zudring lichen Aufträge bleibe ich ein ver bundener Schuldner u wünsche Ew. H. auch dieses Jahr zu begegnen u mich persönlich fIhrer fernern Ge wogenheit zu empfehlen. Von diesem seit langer Zeit mir so lieben Ort kann ich nur so viel vermelden, daß das herrlichste Wetter daselbst herrscht, doch läßt sich vermuthen, daß diese Reinheit der Atmosphäre weit ausgebreitet sey u ent fernte Freunde eines gleich an genehmen Frühlings genießen. Die Zahl der Badegäste ist sehr gering. Man hat noch nicht einmal ein Blatt der gewöhnlichen Liste ausgeben können. Nach Quartiren ist Nachfrage gewesen. Manche Geäste haben wieder abgeschrieben, weil die Carlsbader in diesem Artikel eine allzuschnelle Stei gerung beliebt haben. Das Uebrige zum Leben erforderliche ist leidlichen Preises. So viel hiervon. Carlsbad den 23t May 1811 daß man die Eigenschaften u Verdienste daes Original bildes u dessen seine Eigenschaften darin der Nachbildung gar wohl erkennen, u sich sowohl vom Geiste als wie von der Behandlung desselben einen deutlichen Begriff machen kann. die Eigenschaften u Verdienste daes Original bildes u dessen seine Eigenschaften das Originalbild u dessen Eigenschaften zu die Verdienste des Originalbildes u seine Eigenschaften zu die Eigenschaften u Verdienste des Originalbildes

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