Brief
Von Johann Heinrich Meyer (3. November 1795)
Seit dem 29. Oktober weile M. in Mantua. Der Palast del Té, mit Zierlichkeit & [...] Eleganz des Alterthums von G. Romano erbaut und mit seinen Gemälden ausgestattet, sei ein vortreffliches Werk. M. werde eine ausführliche Beschreibung der Gesamtanlage vorlegen. Schön seien auch das Wohnhaus G. Romanos und die Kirche St. Andreas, erbaut von L. B. Alberti. Bedauern über den Verfall der Friese an vielen Häusern, die mit Grisaille und farbiger Malerei sowie figürlichem Schmuck in gebrannter Erde verziert sind und wenigstens in Zeichnungen aufzubewahren wären. Beschreibung des in Erz gegossenen Standbildes des Pomponatius. Vergleich zwischen den Gemälden G. Romanos vom Trojanischen Krieg, aufbewahrt in der Burg, dem Corte Reale, und denen aus dem Palast del Tè. Unter den Antiken habe M. sehr gute Exponate gefunden.
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