Brief

Von Katharina Elisabeth Goethe (6. Oktober 1807)

Dein Brief der so ahnmuthig - lieblich und Hertzerquickend war machte mich froh und frölig! Bereitschaft, Spaa wasser zu besorgen (vgl. RA 5, Nr. 718). Segenswünsche zu dessen Gebrauch. Freude, daß das geschickte Kleid noch zu so einem guten Endzweck gebraucht werden soll. Die herrlichen Spitzen für Lisse (E. Hoch; vgl. RA 5, Nr. 718), würden immer wieder vorgezeigt werden. Von Besuchen der Stocks. Auch J. F. Städel spreche mit großem Jubel von G. und Karlsbad. - Diese Meße war reich an - Profeßsoren!!! Bei deren Besuchen stelle sie ihr Licht nicht unter den Scheffel sondern auf den Leuchter (nach: NT, Matthäus 5, 15), könne aber nichts für G.s Größe. Die Philanthropin ganz Europas könnten zwar gute brauchbare Menschen erziehen, hir ist aber die Rede vom auserordentlichen; erwähnt: J. H. Merek. - Auf die Beschreibung eeines Blocksberg ("Walpurgisnacht", "Faust" I, In: G. "Werke" A, Bd. 8) warte ich - Von der reichen Obsternte. - Mit dem Theater gehts auch gut. Die kleine (? M.) Brand habe ein Engagement in Kassel erhalten. - Grüße an Christane und August.

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