Brief
Von Bettina Brentano (Arnim) (etwa 6. Oktober 1807)
Ich habe heute bei der Mutter (K. E. Goethe) einliegenden Brief abgeholt, um doch eher etwas schreiben zu dürfen [...]. Frage, ob sie recht vertraulich kindisch und selbst ungereimt an G. schreiben dürfe. Fünf Tage lang sei sie in W. von Türckheim, den Sohn von E. von Türckheim, verliebt gewesen, der nun zur französischen Armee zurückgekehrt sei. Jedes Wort in G.s Büchern eröffne ihr das innere glühende Leben der Natur. Grüße an G.s Frau und Sohn sowie Bitte, F. Schlosser in den Briefen an die Mutter nicht mehr grüßen zu lassen, da B. ihn nicht leiden könne. Sie unterzeichnet: Euer Kind, Dein Herz, und gut Mädgen, das den Göthe gar zu lieb hat [...].
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