Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (18. August 1806)
Wunsch, daß der Aufenthalt in Karlsbad G.s Gesundheit nützlich gewesen sei, und Dank für G.s Wohlwollen. - Reflexionen über den Zusammenbruch des alten Europa; aber über den neu aufzuführenden Bau scheinen [...] die Meister kaum selbst mit einander einverstanden. Wenn es an die Begründung einer neuen Ordnung gehe, möge G. ihm seine Hilfe nicht versagen und ihm auch die Gunst des Herzogs Karl August erhalten. - Über die Lage in Hannover: Selbst die Rückkehr zum alten Landesherrn könne nicht von langer Dauer sein. Preußen wolle den Besitz von Hannover offenbar verteidigen. Europa in dem großen Kampf zu retten war ihre Sache nicht, aber diesen Meierhof des Königs von England zu behaupten, das scheint ihnen aller Anstrengung werth. Solch erhabene Ansichten haben die Räthe dessen, der von Friedrich dem Großen abstammt. Bericht von unsinnigen militärischen Maßnahmen. - Gern würde S. in den Ferien nach Weimar kommen, wenn die kriegerischen Aussichten es erlaubten. Bitte um G.s Wohlwollen auch für Frau und Kind.
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