Brief
An Georg Sartorius (3. September 1806)
W. d. 3 S. 1806.
Für Ihren letzten lieben Brief dancke ich eilig um zu sagen daß Ihrer und Ihrer Wünsche nicht vergessen wurde.
Unser, jedes Verdienst so sehr erkennender Fürst hat indessen mit H. v Alopäus von Ihnen gesprochen, hat ihn mit Ihren Schriften u.s.w. bekannt gemacht, wodurch der beste Wille Ihnen zu dienen und sich Ihrer zu bedienen scheint entsprungen zu seyn. Möchten Sie Sich mit einem Memoire deßhalb an H. v A. wenden; so würden Serenissimus dasselbe gerne befördern. Am aller gerathensten scheint es aber unserm Fürsten, der mir die besten Grüße an Sie auf trägt, daß Sie Sich wo möglich auf den Weg machen und etwa über hier nach Berlin zu gedachtem Gesandten eilen. Die Gegenwart entscheidet soviel. Ich schreibe dies um keinen Posttag zu versaumen. Ob Sie es aber selbst räthlich oder unter jetzigen Umständen thunlich finden muß ich Ihnen überlassen. Da keine Gewißheit gegeben werden kann. Doch wo ist Gewißheit? Schreiben Sie mir allenfalls animi sensu nur gleich zurück. Alles Gute. G (G quer zur Schreibrichtung am linken Rand erg.)
Nachstehendes ließ ich doch einen Posttag liegen, weil ich noch manches überlegen wollte. Kann aber nur noch hinzufügen daß es gewiß von guter Wirckung seyn würde wenn Sie auf kurze Zeit wenigstens hierher kämen. Keine Wohnung im Hause kann ich Ihnen anbieten. In der Nachbarschaft ist es möglich. Leben Sie recht wohl und schreiben wenigstens gleich. G
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