Brief

Von Karl Friedrich Moritz Paul Graf von Brühl (19. November 1816)

B. entschuldigt sein langes Schweigen mit der langen Krankheit und dem Tod seiner Mutter. - Empfehlung für den Überbringer des Briefs, den Komponisten J. C. Kienlen aus Baden bei Wien, der G. seine Oper "Claudine von Villa Bella" vorstellen und in Weimar aufführen lassen möchte. B. werde diese auf die Berliner Bühne bringen (Erstaufführung am 8. Mai 1817). Bitte um Weiterempfehlung Kienlens nach Frankfurt. - Über das Berliner Theaterleben und Pläne für künftige Aufführungen; dabei erwähnt: P. A. Wolff in der Rolle des "Standhaften Prinzen" (von A. W. von Schlegel nach Calderón), "Correggio" von A. Oehlenschläger, "König Yngurd" von A. Müllner, "Van Dyks Landleben" von F. Kind und die Heinriche von Shakespeare ("Heinrich IV.", zwei Teile, in Schlegels Übersetzung). - Anteilnahme an dem, was G. in der lezten Zeit schmerzliches widerfahren sei (Tod C. von Goethes).

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