Brief

Von Johann Friedrich Gottlieb Unger (11. Februar 1798)

Auf G.s Befehl hin habe U. an A. L. Hirt 50 Goldtaler gezahlt und bitte G., die gleiche Summe an A. W. Schlegel zu zahlen, dem U. diesen Betrag noch schulde. - Wie sehr erfreun Sie mich mit der Hofnung, daß ich von Ihnen etwas werde zu drukken bekommen. Kritische Bemerkung zu dem von J. F. Vieweg besorgten Druck von "Hermann und Dorothea". Hätte Vieweg gegenüber U. aus dem Druck kein Geheimniß gemacht, dann wäre es möglich gewesen, daß U.s Vorschläge in Absicht der Druckeinrichtung aufgenommen worden wären. - U. sei bald mit einer sehr deutlichen, aber äusserst kleinen Art deutscher Lettern fertig, mit denen er ein Werk im kleinsten Format zu drucken wünsche. Leider könne er G.s "Iphigenie auf Tauris" mit Rücksicht auf die Rechte G. J. Göschens nicht dazu verwenden. G. möge ihm stattdessen etwas Ungedruktes geben, das U. zugleich als Manuskript für einen weiteren Band der "Neuen Schriften" verwenden wolle.

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