Brief
Von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (9. Oktober 1805)
T. habe sich seit seiner Trennung von G. stets um seine Kunst bemüht. Ein Buch mit Zeichnungen nach Naturvorbildern habe er über die Herzogin (? Henriette) von Württemberg an die Herzogin Anna Amalia gesendet; dabei erwähnt: C. Westphalen. G. möge es sich ansehen. Ein weiteres Buch mit Zeichnungen habe er angefangen. - T. wünschte, G. ein kleines Werk mit zwölf Darstellungen einer Esels-Geschichte zeigen und das menschliche Leben in einer Erzählung zu diesen Zeichnungen darstellen zu können. - Als seine bedeutendste Arbeit sehe T. die Darstellung der verschiedenen Menschenarten an. Nähere Ausführungen darüber. - Über G.s Verdienste um die Künste in Deutschlandt habe T. Manches gehördt und gesehen. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland habe T. wegen seiner Beunruhigung über die Revuluzion von Neapel noch nichts thun könen und wäre für G.s Anregungen dankbar.
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