Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (31. März 1798)
Da sein Brief (vom 29. März) so spät erst abgehe, erlaube sich K. noch einige Worte. Glückwunsch zu G.s Einzug nach Jena. - K. beschreibt die Frühlingsflora in Ilmenau und stellt fest, daß der Unterschied des Wachsthums der Pflanzen unter ähnlichen Breiten nicht sonderlich ist. - Bitte um die Beschaffung eines guten Barometers, möglichst eines transportablen nach Humboldts Art. Wenn G. dabei nicht behülflich seyn könne, werde sich K. an K. F. von Schuckmann wenden. Außerdem erbittet K. ein gutes Stück von dem neuentdeckten krystallisirten Erdpech (vgl. RA 2, Nr. 1173), da er Schuckmann eine Probe schicken möchte. - Durch seinen Famulus (J. J. L. Geist) möge G. von Zeit zu Zeit die "Allgemeine Literaturzeitung" übersenden. - F. A. von Fritsch sei öfters bei K. und erforsche dann mit ihm und dem alten Röder das Heil der Welt, aber nicht zu tief.
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