Brief
Von Johann Friedrich Heinrich Schlosser (26. Februar 1810)
Nach Eingang von G.s Brief habe er sogleich Willemers Schuldforderung bis auf den Restbetrag von 200 Gulden beglichen (vgl. RA 5, Nr. 1367). S. hoffe, diese Summe in einigen Monaten abgetragen zu haben, so daß künftig alle Einkünfte zu G.s Verfügung stehen werden. Mit der Übersendung der Litteralien und Bücher von G.s Mutter werde er nach G.s Vorschrift verfahren. - Seit der Nachricht von der Vermählung Napoleons mit der Erzherzogin Maria Luise von Österreich sei eine unvermutete Kurssteigerung der österreichischen Staatspapiere eingetreten, die doppelt so hoch verkauft werden können als vor etwa zwei bis drei Wochen. Viele stießen nun ihre Papiere ab, so auch seine Mutter und fast alle hiesigen Rentiers. Andere erwarteten einen noch höheren Kurs. Bitte um G.s Weisung. Den Erlös aus den Obligationen gedenke er nach völliger Begleichung der Schuldforderung Willemers durch Wechsel zu übersenden; auch hierzu erbitte er Nachricht. - Empfehlungen von S.s Familie an G.s Familie.
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