Brief
An Friedrich Heinrich Jacobi (21. März 1775)
dancke dir für alles Erwin, Geld, pp. lieber Bruder dass du meine Stella so lieb hast thut mir sehr wohl mein Herz und Sinn ist iezt so ganz wo anders hingewandt, dass mein eigen Fleisch u. Blut mir fast gleichgültig ist. Sagen kann ich dir nichts – denn was lässt sich sagen. Will auch nicht an morgen u. übermorgen dencken drum Ade! Lass mir das innliegende durch Schenck wohl besorgen, es ist für den zweiten lieben Bruder. Bleib bey – mir lieber Friz – mir ist als wenn ich auf Schrittschuen zum erstenmal allein liefe und Dummelte auf dem Pfade des Lebens, und sollte schon um die Wette laufen um das wohin all meine Seele strebt. – Bruder lieber Junge du wirst nun wohl abdrucke von den Arien haben und was von Lenz, ich erwarte Stella und dann kriegst gleich das andre Exemp. an Cannabig ist Cl. fort. d. 21. Merz 1775.
G.
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