Brief

Von Johanna Antonia Josepha Brentano (2. August 1816)

Freude über das lang ersehnte Zeichen G.s und Hoffnung auf eine Begegnung noch in diesem Sommer. - Nachricht über die Ankunft des Gemäldes des heiligen Rochus in der Rochuskapelle in Bingen. Auch wenn man das Gemälde für kein vollendetes Meisterstück ausgeben wolle, sei die Künstlerin L. Seidler für ihre Darstellungsweise zu loben. Allerdings vermisse B. den Hund des Mittelalters, den treuen Philax, der dem Spitz nicht hätte weichen sollen. Der Pfarrer (? L. May) werde in einem eignen Schreiben seinen und der Gemeinde Dank an G. ausdrücken. Über den Platz, den das Bild in der Kapelle gefunden habe, und die Hoffnung, bis zum 16. August (Tag des heiligen Rochus) auch den Rahmen aus Mainz zu erhalten. Bedauern, diesen Tag ohne G.s Gegenwart verbringen zu müssen. - Mit K. vom und zum Stein habe B. im Winter manches schöne Schlößchen in die Luft gebaut, das G. zu einer Übersiedlung an den Rhein bewegen solle. P. Servière habe diesen Edelstein über die 14 Nothelfer erhoben. - Ferner erwähnt: die noch immer nicht erfolgte Konstituierung der Bundesversammlung (erst am 5. November 1816).

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