Brief
Von Johann Christian von Mannlich (5. September 1806)
Gleich nach Empfang von G.s erstem Schreiben wegen dem zweyten Transport alter Münzen (vgl. RA 5, Nr. 400) habe M. nach Rom geschrieben, und F. Müller habe, wie K. von Haeffelin unter dem 23 August schreibe, mit dem von diesem vorgeschossenen Geld schon die intereßanteste Stücke ausfindig gemacht und erkauft (vgl. RA 5, Nr. 446). Er wolle F. Müller weiter in dem Glauben lassen, daß er für M. arbeite. Die Zahlung für die 2. Lieferung sei erfolgt. - Die Düsseldorfer Galerie habe er jetzt der hiesigen Gemäldesammlung einverleibt, aber nur 160 ausgewählte Stücke aufgestellt. Das übrige gehe nach Schleißheim, um die dort eingeführte Schulenmethode zu vervollständigen. Da dieses Schloß bereits gefüllt sei, habe M. vorgeschlagen, in Augsburg, im aufgehobenen Ursulinerinnenkloster, eine 3. Galerie zu errichten. Etwa 80 Gemälde und eine ansehnliche Kupferstichsammlung seien für die Universität Landshut bestimmt. G.s Beyfall würde diese Einrichtung [...] ganz gewiß befördern. - Beschreibung des Zusammenseins mit M.s Jugendfreunden F. H. Jacobi, dessen Schwestern, Bruder G. Jacobi und Frau sowie J. Schlosser und deren Tochter Henriette. G. möge sie in München besuchen.
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