Brief

Von Christian Ferdinand Hartmann an Johann Heinrich Meyer (4. März 1802)

H. warte seit 14 tagen auf den Abtransport der Bilder von den Horen (für das Weimarer Schloß). Gründe der Verzögerung: vorzunehmende Veränderungen, langsames Trocknen während des Winters, Schwierigkeiten wegen des Großformates. Von H. Gentz habe er erfahren, daß die Zimmer, für die die Figuren bestimmt seyen, mit buntem Marmor bekleidet würden; deshalb habe er die stärksten Farben wählen und mit der reinen blauen Luft in Harmonie bringen müssen. M. möge sein Urteil erst nach dem Anbringen der Gemälde abgeben. Bedauern, daß M. kein Preisangebot machen wolle. Forderung von 100 Reichstalern für jedes Bild. - Bitte um Rücksendung seines Gemäldes "Achills Kampf mit den Flüssen", das er zur Weimarer Kunstausstellung 1801 geschickt habe (vgl. RA 3, Nr. 1359). Auch lasse F. A. Schulze, den M. durch die Deutschen Kunstblätter und als Romandichter unter dem Namen [...] Laun schon näher kennen werde, anfragen, ob G. dessen Lustspiel "Das Hochzeitsgeschenk" erhalten habe; Bitte um dessen Rücksendung (vgl. RA 3, Nr. 1261). Empfehlungen an G. und Wolzogens.

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