Brief
Von Marianne Meyer (Eybenberg) (20. Februar 1796)
Unsre Briefe [...] haben sich gekreuzt. Dank für G.s leztes Schreiben. Über ihre körperlichen Leiden. Die Verfolgungen der Menschen, denen M. oft ausgesetzt sei, nehme sie inzwischen nicht mehr schwer. Nur G.s Urteil sei ihr wichtig, und ihm wolle sie ofenherzig entgegentreten. M. freue sich, daß G. ihre Hemdnadel trage. Der Jahrgang 1795 der "Horen" aus G.s Hand würde einen ganz eignen Werth für sie erhalten. Hoffnung auf ein baldiges Erscheinen des 4. Bandes von "Wilhelm Meisters Lehrjahren". - Falls G. zur OsterMeße nach Leipzig reise, werde M. ebenfalls kommen. - Empfehlung für die älteste Tochter F. R. Kochs, die wieder als Schauspielerin auftreten wolle. - Übersendung von K. G. von Brinckmanns Brief über das 6. Buch von "Wilhelm Meisters Lehrjahren".
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