Brief
An Christian Gottlob Voigt (25. Januar 1804)
An C. G. Voigt.
Möchten Sie wohl, verehrtester Freund, die von Eichstädt aufgesetzte und von Voß revidirte Vorerinnerung, welche Ende Januars nebst dem Titel des ersten Vierteljahrs ausgegeben werden soll, gefällig durchsehen. Denn eine solche Erklärung als eine Art von Manifest ist immer wichtig und hat oft unangenehme Folgen.
Fol. 1. Würde des Entgegenstrebens nicht gern gedenken, vielleicht könnte man setzen: "Doppelt schwer die Ausführung in unserer Lage, die uns an statt einer ausführlichen Ankündigung nur einige einfache Bemerkungen zu Eröffnung des ersten Jahrganges räthlich macht." Oder so etwas dergleichen.
Fol. 2. Möchte ich die Zahl der Recensenten nicht gern ausgesprochen haben. Die 400 haben für mich etwas lächerliches. Mag es doch wohl daher kommen daß man beym ersten Anblick sich überzeugt, daß unter einer so großen Masse mancher incompetente Richter stecken müsse. Wie sich denn leider auch schon hie und da eine Recension zeigt, die man zurücklegen muß.
Weiter ist mir so eben nichts aufgefallen. Vielleicht ließen Sie das Blatt auch Ihrem Herrn Sohn sehen. Auch communicire heute früh noch etwas anders.
Herzlich grüssend
d. 25. Jan. 1804.
G.
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