Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (13.? Dezember 1796)
K. dankt für G.s gutes Andenken und für den zierlichen Goldstein. - Daß G. mit seinen optischen Aufsäzen gut vorankomme, freue K. sehr. G. solle Neutons Hypothese zu den gemachten Versuchen hinstellen, ob? und wie? der beliebige Leser beyde mit einander vereinen kann, um so das unzuverläßige der Newtonschen Hypothese auffallender zu machen. - lm Journal "Deutschland" sei vieles aus Meister klassisch angeführt, und sogar ein Lied von Mignon komponirt worden. Die Kerls gebrauchen dich auf mancherley weise. Von den "Xenien" sei noch nichts gedacht. - Graf F. L. zu Stolberg solle in der "Hamburgischen Neuen Zeitung" (vgl. RA 2, Nr. 497 und RA 2, Nr. 620) ein Gedicht [...] haben einrücken lassen, voll christlicher Grosmuth. Wenn G. es besitze, bitte K. darum. - K. befinde sich ganz wohl.
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