Brief

Von Karl Fürst Lichnowsky (29. Juli 1810)

Die Kaiserin von Österreich, die soeben abgereist sei, sei von G.s "Farbenlehre" (Tübingen 1810) beeindruckt. Sie benutze das ihr vom Herzog Karl August von Sachsen-Weimar, der diesen Brief überbringe, verehrte Exemplar. Während der Porträtsitzungen für W. Schadow habe sie L. beauftragt, ihr eine kleine Bibliothek deutscher Litteratur zu besorgen. Bitte um Unterstützung bei deren Zusammenstellung und Reflexionen dazu mit Erwähnung der Werke von G., Schiller, Wieland und Herder. Riemer möge L. das kritische Verzeichniß nach Troppau senden. - Hoffnung, G. und den Herzog wiedersehen zu können, wenn L. seinen Sohn in Berlin besuchen sollte.

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