Brief

An Bernhard Heinrich Overberg (12. Januar 1797)

An Bernhard Heinrich Overberg. [12. Januar.] Die Sammlung geschnittner Steine, welche sich durch die Güte der Fürstin Gallitzin schon einige Jahre bey mir befindet steht schon verschiedene Monate reisefertig und ich würde sie sogleich abgehen lassen, wenn ich nicht ein Bedenken hätte, worüber ich mir eine Entscheidung erbitte. Da ich diesen Schatz durch die fahrende Post abschicken muß, so bin ich zugleich genöthigt eine Summe des Werthes anzugeben, diese ist zwar, besonders in diesem Falle, ganz willkührlich und eine hohe Summe würde, unnöthigerweise, sowohl die Aufmerksamkeit auf dieses Packet allzusehr erwecken, als auch die Kosten des Transports vergrößern, jedoch getraue ich mir nicht eine geringere nach eigner Willkür darauf zu setzen und bitte deshalb mich zu belehren auf wie hoch ich das Kästchen einschreiben lassen soll? Es kann auf eine deshalb gefällige Antwort sogleich abgehen. Es war mir sehr angenehm bey dieser Gelegenheit die Versicherung zu erhalten, daß Ew. Wohlgeb. mir noch ein gütiges Andenken schenken wollen. Nur die weite Entfernung kann mich abhalten das anvertraute Pfand selbst zu überbringen, der würdigsten Frau meinen lebhaften Dank mündlich zu sagen und mich auch Ihres Umgangs wieder auf einige Zeit zu erfreuen. Der ich mich mit besonderer Hochachtung unterzeichne.

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