Brief
An Heinrich Carl Abraham Eichstädt (28. April 1804)
An Eichstädt.
[Brief Eichstädts:] Die mit der gestern eingegangenen Sendung verbundenen Aufträge und Winke werden pünctlich mit dem innigsten Danke gegen den so gütigen Rathgeber befolgt werden. Gegenwärtig erhalten Ew. Hochgeboren A. Hölty's Gedichte, welche Ad A. Vielen Dank! Voß mir aufgetragen hat mit den besten Empfehlungen in seinem Namen zu überreichen. B. Ein Avertissement von Ad B. Ist schon zurück. Herrn von Kretschmann, der um baldigste Insertion bittet. Wir werden sie nicht verweigern können, obwohl ein paar harte Worte vorkommen. Die vormalige Redaction befolgte durchaus den Grundsatz: anonyme Aufsätze, welche beleidigend waren, abzuweisen, hingegen alle aufzunehmen, welche mit des Verfassers Namen unterzeichnet waren, weil dieser dann seine Sache vertreten muß. Die hallische Expedition, welche ihre Anfeindungen noch in diesem Augenblick fortsetzt, hat es fürwahr nicht um uns verdient, daß wir ihr zu Gunsten einen andern Grundsatz annehmen. C. Englische Journale und Ad C & D. Sind angelangt. Pariser Laufbericht kehren mit dem verbindlichsten Danke zurück. D. Ebenso die Nachricht von der Frankfurter Lesegesellschaft. Herr von Schwarzkopf hatte sie mir selbst geschickt und ich besorgte daraus den Auszug im Intelligenzblatt Nummer 32. Es hat mir viel Freude gemacht wahrzunehmen, wie Herr von Schwarzkopf, sonst ein eifriger Anhänger des alten ALZ Systems, mir anfangs nur sparsame Beyträge, nicht ohne Bedenklichkeiten und Verwahrungen zusandte, dann öfters und mit freymüthiger Billigung des Instituts, neulich sogar den Contract unterschrieben zurückschickte und nunmehr sogar manches liefert, was ich nicht wünsche. Von dieser Art ist E. die Recension, welche ich Ad E. Könnte zur Noth Ihrer Prüfung unterwerfe. passiren. Vielleicht mit (Die andere, nicht kleiner Schrift am Schlusse beyliegende Recension ist eine eines Blattes. statistische.) F. Ebenso eine Recension Ad F. Freylich keineswegs von 237 (dem Pfarrer tröstlich, doch, dächt' ich, Meister in Zürich, der den admissibel. Hallensern die französischen belles lettres zurecht macht. Von ihm war auch die ehemalige Recension der Delphine). G. Brief und Recension Ad G. Diese Gedichte sind von Nees von Esenbeck wirklich eine seltsame nebst dazu gehörigen Erscheinung und die Gedichten. Recension brauchbar. H. Erfreulicher Brief nebst Ad H. Hierzu gratulire Recension von Gentz und bitte viel Empfehlungen in Wien. an ihn auszurichten. I. Brief von Wagner aus Ad I. Ist schon zurück. Würzburg. Den neusten Nachrichten zufolge sucht derselbe jetzt Schellingen zu annihiliren. Der letzte hat auch bey der Regierung in Würzburg verloren. Es wird daher bey Herrn Wagner große Vorsicht nöthig seyn. K. Brief von Hirt aus Berlin. Ad K. Warten wir wohl Der gute Professor das zweyte Heft ab; über Meyer wird nun Sorge das erste möchte wohl, tragen müssen, daß ich bey wie Hirt ganz richtig dem Publicum mit meiner ausspricht, schwerlich mehr Ankündigung (Nummer 18 zu sagen seyn. der Zeitung) nicht zum Lügner werde. L. Wiederum eine literarische Ad L. Höflich abzuweisen. Zudringlichkeit, von Scherer. Manches andre nächstens. Mich hochachtungsvoll empfehlend. d. 22. April. Eichstädt. d. 28. April 1804.
[Brief Eichstädts:]
Die mit der gestern eingegangenen Sendung verbundenen Aufträge und Winke werden pünctlich mit dem innigsten Danke gegen den so gütigen Rathgeber befolgt werden. Gegenwärtig erhalten Ew. Hochgeboren
A. Hölty's Gedichte, welche
Ad A. Vielen Dank!
Voß mir aufgetragen hat mit den besten Empfehlungen in seinem Namen zu überreichen.
B. Ein Avertissement von
Ad B. Ist schon zurück.
Herrn von Kretschmann, der um baldigste Insertion bittet. Wir werden sie nicht verweigern können, obwohl ein paar harte Worte vorkommen. Die vormalige Redaction befolgte durchaus den Grundsatz: anonyme Aufsätze, welche beleidigend waren, abzuweisen, hingegen alle aufzunehmen, welche mit des Verfassers Namen unterzeichnet waren, weil dieser dann seine Sache vertreten muß. Die hallische Expedition, welche ihre Anfeindungen noch in diesem Augenblick fortsetzt, hat es fürwahr nicht um uns verdient, daß wir ihr zu Gunsten einen andern Grundsatz annehmen.
C. Englische Journale und
Ad C & D. Sind angelangt.
Pariser Laufbericht kehren mit dem verbindlichsten Danke zurück.
D. Ebenso die Nachricht von der Frankfurter Lesegesellschaft. Herr von Schwarzkopf hatte sie mir selbst geschickt und ich besorgte daraus den Auszug im Intelligenzblatt Nummer 32.
Es hat mir viel Freude gemacht wahrzunehmen, wie Herr von Schwarzkopf, sonst ein eifriger Anhänger des alten ALZ Systems, mir anfangs nur sparsame Beyträge, nicht ohne Bedenklichkeiten und Verwahrungen zusandte, dann öfters und mit freymüthiger Billigung des Instituts, neulich sogar den Contract unterschrieben zurückschickte und nunmehr sogar manches liefert, was ich nicht wünsche. Von dieser Art ist
E. die Recension, welche ich
Ad E. Könnte zur Noth
Ihrer Prüfung unterwerfe.
passiren. Vielleicht mit
(Die andere, nicht
kleiner Schrift am Schlusse
beyliegende Recension ist eine
eines Blattes.
statistische.)
F. Ebenso eine Recension
Ad F. Freylich keineswegs
von 237 (dem Pfarrer
tröstlich, doch, dächt' ich,
Meister in Zürich, der den
admissibel.
Hallensern die französischen belles lettres zurecht macht. Von ihm war auch die ehemalige Recension der Delphine).
G. Brief und Recension
Ad G. Diese Gedichte sind
von Nees von Esenbeck
wirklich eine seltsame
nebst dazu gehörigen
Erscheinung und die
Gedichten.
Recension brauchbar.
H. Erfreulicher Brief nebst
Ad H. Hierzu gratulire
Recension von Gentz
und bitte viel Empfehlungen
in Wien.
an ihn auszurichten.
I. Brief von Wagner aus
Ad I. Ist schon zurück.
Würzburg. Den neusten Nachrichten zufolge sucht derselbe jetzt Schellingen zu annihiliren. Der letzte hat auch bey der Regierung in Würzburg verloren. Es wird daher bey Herrn Wagner große Vorsicht nöthig seyn.
K. Brief von Hirt aus Berlin.
Ad K. Warten wir wohl
Der gute Professor
das zweyte Heft ab; über
Meyer wird nun Sorge
das erste möchte wohl,
tragen müssen, daß ich bey
wie Hirt ganz richtig
dem Publicum mit meiner
ausspricht, schwerlich mehr
Ankündigung (Nummer 18
zu sagen seyn.
der Zeitung) nicht zum
Lügner werde.
L. Wiederum eine literarische
Ad L. Höflich abzuweisen.
Zudringlichkeit, von Scherer.
Manches andre nächstens. Mich hochachtungsvoll empfehlend.
d. 22. April. Eichstädt.
d. 28. April 1804.
Nachtrag.
[Mars: Dienstag], Schadenhausen, Brief und Recension. Wir werden ihm die Urania wegen der Assecuranz passiren lassen.
Mineralogische und bergmannische Gaben nimmt ja wohl die mineralogische Gesellschaft mit Dank an.
[Venus: Freitag], Schwabische Recension, wäre wohl aufzunehmen. Eine bunte Philosophie werden wir nach und nach aufstellen.
[Mond: Montag], Ein erfreulicher Brief vom Geh. Rath Schmalz, dergleichen Sie wohl auch erhalten haben.
Französische Nota verzeichnet.
Regierungsblatt, Würzburg.
Weimar den 28. April 1804.
G.
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