Werk

Das Gelübde

Zeit- und Sachbezug: Das Motiv der unbewussten Schwängerung entnahm H. Kleists "Marquise von O... ". Elemente des Magnetismus und Somnambulismus. – Inhalt: Als der stets verschleierten Nonne Cölestine ihr Kind geraubt wird, kommt ihre wahre Identität ans Licht: sie ist die Comtesse Hermenegilda, die von Xaver, dem Cousin ihres Verlobten Stanislaus, im somnambulen Zustand geschwängert wurde, obwohl sie in ihrem Trancezustand glaubte, dass Stanislaus ihr beiwohnt. Hermenegilda legte daraufhin das Gelübde ab, sich von nun an nur noch in Schleier und Maske der Öffentlichkeit zu zeigen und ging in ein Zisterzienserkloster. Beim Raub sterben Kind und Mutter. – Überlieferung: Eher unbekannte Erzählung, 1817 erschienen im Teil 2 der "Nachtstücke".

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