Werk

Die kluge Bauerntochter

Zeit- und Sachbezug: Erzählung stammt "aus Zwehrn". – Inhalt: Ein Bauer findet in einem vom König geschenkten Acker einen goldenen Mörser. Da er den dazugehörigen Stößel nicht findet, rät ihm seine Tochter davon ab, den Mörser ohne den Stößel dem König zu bringen. Der Bauer tut es trotzdem und wird sogleich gefangen gesetzt, weil der König ihm vorhält, den Stößel unterschlagen zu haben. Erst nachdem die Bauerntochter den König von ihrer Klugheit überzeugt, indem sie eine vermeintlich unlösbare Aufgabe löst, lässt dieser den Bauern wieder frei, und nimmt die Bauerntochter zur Frau. Jahre später setzt die jetzige Königin ihre Klugheit wieder ein, um einem Pferdebesitzer im Streit mit einem Ochsenbauern zu seinem Recht zu verhelfen, mischt sich dadurch aber in die Rechtsprechung des Königs ein, weswegen dieser sie verstößt. Er gesteht ihr aber noch zu, dasjenige aus dem Königsschloss mit in ihr Bauernhaus zu nehmen, was ihr „das Liebste“ ist. Die Königin versetzt ihren Mann in einen tiefen Schlaf und nimmt ihn, der ihr „das Liebste“ geworden ist, mit sich in ihr Bauernhaus. Als der König dort wieder erwacht, erkennt er erst, wie groß die Liebe seiner Frau tatsächlich ist; er nimmt sie zurück mit auf das Schloss und lässt sich erneut mit ihr vermählen. – Überlieferung: In den KHM an Stelle 94, laut Märchenindex ATU 875. Bildete die Vorlage für eine Oper (" Die Kluge" von C. Orff), Bühnenstücke und einige Verfilmungen. Das Märchen ist in allen KHM-Ausgaben enthalten und wurde auch häufig von Abbildungen begleitet.

Bezüge im Wissensnetz

Herausgeber (2)

GND-Werke

Verwandte Werke (1)

GND-Werke

Literatur und Nachweise (1)

DNB-Titeldaten

1 Einträge — alle anzeigen →

Oberbegriff partitiv (1)

GND-Werke

Beteiligte Person (1)

GND-Werke

Form des Werks und der Expression (1)

GND-Werke

Sprachencode (1)

GND-Werke

Oberbegriff instantiell (1)

GND-Werke
Cookie-Einstellungen