Werk

Triumph der Empfindsamkeit

Komödie, 1778 uraufgeführt, 1787 erschienen

Zeit- und Sachbezug: Satirische Kritik an der Literatur der Empfindsamkeit. Ursprünglich als Festspiel konzipiert.

Inhalt: Posse in sechs Akten: Prinz Oronaro und König Andrasons Gattin Mandandane sind der künstlichen Überhöhung von Natur und damit auch einander verfallen; der Prinz reist mit einer Naturstaffage, in der er eine Mandandane nachgebildete Puppe verehrt. Als Mandandane sich dann aber der Liebe des Prinzen vergewissern will, stellt sich heraus, dass dieser nur ihr aus einem Sack voller empfindsamer Romane konstruiertes Abbild lieben kann. G. persifliert in seiner Literatursatire die Degeneration der empfindsamen Gefühlskultur zu einem bloßen Modephänomen.

Überlieferung: Der Erstdruck in Prosa erfolgte 1787, die UA bereits 1778 (Weimar).

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