Werk
Der Stern des Bundes
Gedichtzyklus in drei Büchern
Zeit- und Sachbezug: "Gesetzbuch" und Programm des George-Kreises. Sollte ursprünglich u.d.T. "Lieder an die heilige Schar" erscheinen. George versteht sich als Mahner und Auserwählter, als Schöpfer einer neuen "reinen Dichtung".
Überlieferung: als Privatdruck bereits 1913. - Die Erstausgaben wurden von Ausschmückungen M. Lechters begleitet. Das Werk gibt aufgrund seines Stils und seiner Thematik (Befürwortung der Päderastie, Selbstverherrlichung, elitäre Arroganz, Totalitätsanspruch des G.-Kreises) bis heute Anlass zu Diskussionen über den Autor.
Inhalt: In den 100 gnomischen Sprüchen, die sich auf drei Bücher zu je 30 Gedichten (ohne Überschrift, ohne Reimform), einem Eingang mit neun Gedichten und einem Schlusschor verteilen, wird jugendstilhafte Reinheit zum obersten Gebot, und zwar in recht äußerlichem Sinn. Hinter G.s Konzeption des "Bundes" stand das antike Ideal der Kalokagathie; sein pädagogischer Impetus richtete sich auf eine Synthese aus hellenischem Geist und deutschem Blut, die gleichwohl den Juden und der jüdischen Tradition ihren berechtigten Anteil einräumt.
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