Werk
Das Waldhaus (Märchen)
Eingänglich die Einbindung der Tiere durch den Alten: "schön Hühnchen, schön Hähnchen, und du schöne bunte Kuh, was sagst du dazu?". Märchen nur in wenigen Anthologien enthalten; vereinzelt bildliche Darstellungen, u.a. von O. Ubbelohde und Arthur Rackham.
Zeit- und Sachbezug: nach mündlicher Überlieferung von K. Goedeke in Delligsen bei Bad Gandersheim aufgezeichnet (1838), 1840 als Nr. 169 in die vierte Auflage der KHM aufgenommen, laut Märchenindex ATU 431 (Das Haus im Wald oder der Dämon begehrt Einlaß, Parallelen zur sorbische Erzählung vom Walddämon "Kosmatej", zu "Goldmaria und Pechmaria" und "Fippchen Fäppchen" (beide von Bechstein).
Drei Schwestern verlaufen sich nacheinander im Wald und begegnen dort einem alten Mann mit seinen Tieren, welche den Mädchen Einlass in ihr Haus gewehren. Die beiden ersten trinken und essen mit dem Mann, versorgen allerdings nicht die Tiere. Erst die Dritte kümmert sich auch um das leibliche Wohl der Tiere, woraufhin ein Bann gelöst und der alte Mann sich in einen Königssohn verwandelt, der das Mädchen zur Frau nimmt.