Werk

Die kluge Else

Zeit- und Sachbezug: Stammt "aus Zwehrn" (vermutl. D. Viehmann). Literarische Vorbilder im 16./17. Jahrhundert. – Inhalt: Dummenschwank ähnlich wie "Der gescheite Hans": Die kluge Else soll mit Hans verheiratet werden, der zum Essen geladen ist. Als sie Bier holen soll, beginnt sie zu weinen, als sie über dem Fass eine Hacke sieht und meint, die werde einmal ihr Kind erschlagen. Nacheinander werden die Magd, der Knecht und die Eltern geschickt, nach ihr zu sehen. Als sie den Grund erfahren, weinen sie und loben ihre kluge Else. Davon überzeugt, heiratet Hans seine Else. Bald darauf erkennt Hans die Faulheit seiner Frau und als er ihr Vogelgarn mit Schellen - das Zeichen für Narren - umhängt, zweifelt sie an ihrer eigenen Identität und läuft davon. – Überlieferung: Steht in den KHM an Stelle 34, laut Märchenindex ATU 1450 und 1383. Vereinzelte Neubearbeitungen, Illustrationen zeigen zumeist die Schlussszene (die Frau mit Narrenschellen).

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