Werk

Dantons Tod

Überlieferung: Büchners einziges Drama, das noch zu seinen Lebzeiten vom Verleger Karl Gutzkow mit Veränderungen veröffentlicht wurde. Die Uraufführung fand am 5. Januar 1902 im Berliner Belle-Alliance-Theater. Seitdem zahlreiche Adaptionen bis in die Gegenwart, etwa als Bühneninszenierung, Oper, Film und Hörspiel.

Epoche: Vormärz

Zeit- und Sachbezug: Entstand kurz nach der Veröffentlichung seines "Hessischen Landboten", als sich Büchner vor der Justiz versteckte.

Inhalt: Drama in vier Akten. Den historischen Hintergrund bilden die revolutionären Ereignisse in Frankreich: beschrieben wird die Spätphase der Schreckensherrschaft, die der Titelheld Danton einst mit inszenierte. Der Konflikt mit Robespierre und seine Zweifel am Erfolg der Republik bringen ihn erst in Verruf und schließlich unter die Guillotine: die Revolution frisst ihre eigenen Kinder. Drastische Volksszenen verdeutlichen, dass keine Partei Lösungen für ein Ende des Elends hat und dass die gewaltsame Durchsetzung sozialer Reformen neue Probleme mit sich bringt. Büchner macht in seiner Darstellung der Jakobinerdiktatur während der Schlussphase der französischen Revolution auf die Missstände seiner Zeit in Deutschland aufmerksam.

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