Werk

Der alte Großvater und der Enkel

Zeit- und Sachbezug: Nach einer Erzählung von J. H. Jung (-Stilling), die widerum auf einem Gedicht ("Kinderspiegel", 1643) von J. M. Moscherosch basiert. Die Parabel ist in vielen Predigttexten seit dem 16. Jahrhundert enthalten. – Inhalt: Weil der alte Großvater nicht mehr richtig essen kann und wieder die Suppe aus dem Mund läuft, muss er fortan beim Essen in der Ecke sitzen. Als er dazu noch seine Schüssel zerbricht, bekommt er nur noch einen Holznapf, aus dem er essen muss. Kurz darauf trägt der vierjährige Enkel kleine Brettlein zusammen und erklärt den Eltern, er wolle ein Tröglein machen, aus dem Vater und Mutter essen sollen, wenn er groß ist und sie dann alt sind. Die Eltern sind darüber bestürzt und holen den Großvater wieder an den Esstisch. – Überlieferung: In den KHM an Stelle 78, laut Märchenindex ATU 980. Hat außerhalb von KHM-Ausgaben kaum nachgewirkt. Aufgrund der moralischen Absicht in vielen (Schul-) Lesebüchern enthalten.

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