Werk
Der Fuchs und die Frau Gevatterin
Zeit- und Sachbezug: Stammt "aus Deutschböhmen" (vermutlich 1814 aus Wien mitgebracht). – Inhalt: Die Wölfin lädt den Fuchs für ihr neugeborenes Junges zum Gevatter, weil er nahe verwandt und klug ist. Der Fuchs ist erst sehr anständig und lässt es sich auf dem Fest schmecken. Dann zeigt er der Wölfin einen Bauernhof, wo sie ein Schaf holen könne. Unter dem Vorwand, ein Huhn zu holen, macht er sich davon und ruht sich aus, bis die Wölfin wiederkommt, die aber von den Bauern mit Lauge übergossen haben. Er tut, als wäre er selbst verprügelt worden, und lässt sich heimtragen. Dann lacht er sie aus und springt fort. – Überlieferung: In den KHM an Stelle 74, laut Märchenindex ATU 3 und 4.