Werk

Der Schneider im Himmel

Zeit- und Sachbezug: Einflüsse von Freys "Gartengesellschaft" (Nr. 61) und Kirchhofs "Wendunmuth" (1, Nr. 230), Wickrams "Rollwagenbüchlein" (Kap. 110) und Brentanos "Bärenhäuter". Bezüge zu "Der Schneider mit dem Panier" von Hans Sachs, Wolfs "Deutsche Sagen und Märchen" Nr. 16 "Jan im Himmel". – Inhalt: Als Gott einmal spazieren geht, soll Petrus auf das Himmelreich aufpassen und niemand einlassen. Allerdings erscheint ein Schneider, welcher sich Eintritt erbettelt. Als Petrus einmal unachtsam ist, setzt sich der Schneider auf Gottes Stuhl. Von da aus sieht er eine diebische Wäscherin und wirft zornig den Fußschemel nach ihr. Daraufhin versteckt er sich. Als Gott zurück ist und den Verlust bemerkt, beichtet der Schneider sein Tun. Gott rügt seine Anmaßung und schickt ihn vor das Himmelstor, von wo aus der Schneider nach Warteinweil geht, "wo die frommen Soldaten sitzen und sich lustig machen". – Überlieferung: Erschien zuerst 1818 in der "Wünschelruthe" u.d.T. "Das Märchen vom Schneider der in den Himmel kam". In den KHM an Stelle 35, laut Märchenindex ATU 800.

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