Werk

Doktor Bürgers Ende

Überlieferung: Der Prosadichtung folgte 1916 noch "Die Flucht, Ein Gedicht aus Doktor Bürgers Nachlaß"; 1930 erschienen beide Werke zusammen unter dem Titel "Die Schicksale Doktor Bürgers".

Inhalt: InTagebuchaufzeichnungen berichtet der Lungenarzt Dr. Bürger über sein Leben und sein Umfeld. Bürger hadert mit seinem Leben und seiner Profession. Selbst zwischen Todessehnsucht und Hinwendung zum Leben schwankend, erfüllt er seine alltäglichen Pflichten als Arzt oft wie mechanisch. Die Begegnung mit der lungenkranken Hanna Cornet ist für ihn eine Offenbarung. Seine Versuche, die Geliebte zu retten, scheitern jedoch. Mit Gift setzt er seinem Leben ein Ende. Das Werk steht im Einklang mit dem passiven Menschentum vieler Vorkriegsdichtungen und deren sensitiv-impressionistischem Stil.

Zeit- und Sachbezug: Carossas erste Prosadichtung mit autobiografischen Tendenzen. Erinnert an Goethes Werther.

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