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Die zwölf Jäger

Zeit- und Sachbezug: Nach einer Erzählung aus Hessen (von J. Hassenpflug). – Inhalt: Als ein Königssohn zu seinem sterbenden Vater aufbricht, gibt er seiner Braut einen Ring zum Andenken. Der Vater verlangt jedoch, eine andere zu heiraten. Die erste Braut reitet mit elf Jungfrauen, die ihr völlig gleichen, in Jägerkleidern zu ihrem Liebsten und lässt sich dort in Dienst stellen. Der Löwe des Königs durchschaut die Verkleidung und will die Jungfrauen überführen, doch ein Diener kann die Braut warnen. Als sie zusammen jagen und es heißt, die Braut des Königs käme, fällt die rechte Braut ohnmächtig vom Pferd. Als der König zu ihr hinabsteigt und den Ring entdeckt, erkennt er seine Braut und verspricht ihr Treue: „Du bist mein und ich bin dein, und kein Mensch auf der Welt kann das ändern.“ Der anderen Braut lässt er ausrichten, „er habe schon eine Gemahlin, und wer einen alten Schlüssel wiedergefunden habe, brauche den neuen nicht.“ – Überlieferung: In den KHM an Stelle 67, laut Märchenindex ATU 884 und 313. Bis 1819 u.d.T. "Der König mit dem Löwen". Außerhalb von umfangreichen KHM-Ausgaben wenig bekannt; Bearbeitungen sind selten.

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