Person
Rodenwaldt, Ernst
1878–1965
1903 in Berlin Karriere als Militärarzt; 1910-13 als Gouvernementsarzt in der dt. Kolonie Togo; 1915 Oberstabsarzt und beratender Hygieniker; beträchtliche Erfolge bei der Bekämpfung von Malaria, Fleckfieber, Cholera und Typhus. 1919 Habilitation in Heidelberg (Malaria-Studien); 1919-1921 Kolonialdienst in Niederländ. Ostindien. Seit 1928 Inspektor des Volksgesundheitsdienstes für Ost-Java; seit 1932 Direktor des „Geneeskundig Laboratorium“ in Batavia (Djakarta). 1934 Ordinarius für Hygiene in Kiel, 1935 in Heidelberg. Von März bis Dez. 1932 Mitglied der (Auslands-)NSDAP.1940 Leiter des Tropenmedizinischen Instituts an der Militärärztlichen Akademie in Berlin (1943 Generalarzt), Lehr- und Forschungstätigkeit in Heidelberg. Nach Kriegsende auf Erlaß der US-Militärregierung aus seinem Hochschulamt entlassen; 1948 von der Berufungskammer freigesprochen und wieder mit einem Lehrauftrag für Hygiene und der vertretungsweisen Leitung des Heidelberger Instituts betraut; Emeritierung 1951.
Bezüge im Wissensnetz
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Beruf oder Tätigkeit (1)
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