Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinische Deutsche Akademie der Naturforscher
wechselt ihren Hauptsitz mit Wohnort ihres Präsidenten: verlässt 1686 Gründungsstadt Schweinfurt, Wirkungsstätten: Nürnberg (1686-1693, 1770-1788), Augsburg (1693-1730), Altdorf (1730-1735), Erfurt (1735-1745), Halle (1745-1769), Nürnberg (1770-1788), Erlangen (1788-1818), Bonn (1819-1830), Breslau (1830-1858), Jena (1858-1862), Dresden (1862-1878), Halle (ab 1878); mit Satzung von 1872 Gründung von Fachsektionen
naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft; mit Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur 1933 bekommt Politik zunehmend Einfluss auf vormals unabhängige Leopoldina, Akademie besteht jedoch weiter; nach Ende des 2. Weltkriegs fiel sie in sowjetischen Besatzungszone unter Verordnung der Provinzialverwaltung Sachsen vom 22.5.1946 über Neuordnung des Vereins- und Genossenschaftswesens. Diese Verordnung löste alle Vereine und Genossenschaften auf, gab ihnen aber Möglichkeit, Wiederzulassung zu beantragen. Bis zur Anerkennung durch DDR-Regierung 1952 bestand sie de facto weiter und hat 1946-1952 sowohl Veranstaltungen durchgeführt als auch Publikationen in Auftrag gegeben (z.B. "Goethe, die Schriften zur Naturwissenschaft" 3. Bd. 1951 bei Böhlau, Weimar erschienen, '... Ausg. hrsg. im Auftr. der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina) zu Halle')
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Weitere Quellen- VerfasserIn: Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel
- VerfasserIn: Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel