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Von dem Tode des Hühnchens

Zeit- und Sachbezug: Nach einer Erzählung "aus Hessen"; Vorlage ist ein Kinderlied aus "Des Knaben Wunderhorn" ("Erschrechliche Geschichte vom Hühnchen und Hähnchen" nach Ch. Crodel). – Inhalt: Ein Hühnchen und ein Hähnchen suchen Nüsse. Dabei ist das Hühnchen erolgreich, frisst aber alleine und droht an der Nuss zu ersticken. Obwohl das Hähnchen rasch Wasser holt, erstickt das Hühnchen an der Nuss. Das laute Geschrei des Hähnchens lockt die Tiere aus dem Wald. Auf einem Wagen soll das Hühnchen zu Grabe getragen werden und die Tiere des Waldes begleiten den Trauerzug. Als sie an einen Bach kommen, wollen die Tiere diesen erst mit Hilfe eines Strohhalmes, dann mithilfe einer Kohle und eines Steins überqueren. Allerdings scheitern sie jedes Mal und auch der Wagen - mittlerweile mit den anderen Tieren des Waldes beladen und daher zu schwer - stürzt in den Bach und alle Tiere des Waldes ertrinken. Am Ende schafft es nur das Hähnchen mit dem toten Hühnchen auf die andere Bachseite, wo das Hühnchen begraben wird und das Hähnchen so lange trauert, bis es selbst stirbt. – Überlieferung: In den KHMM an Stelle 80, laut Märchenindex ATU 2021. Von L. Bechstein u.d.T. "Vom Hühnchen udn Hähnchen" in seine Märchensammlung aufgenommen (1845). Der ungewohnt schlechte Ausgang ist vermtulich dafür verantwortlich, dass das Märchen außerhalb von KHM-Ausgaben kaum nachgewirkt hat.

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