Der Weimarer Übersetzer, Geschäftsmann und Verleger Friedrich Justin Bertuch (1747–1822) prägte das Wirtschafts- und Verlagswesen im Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Seine Tätigkeitsfelder waren breit gefächert. Er war 1775 bis 1796 Geheimsekretär und Verwalter der Privatfinanzen von Herzog Carl August. 1782 eröffnete Bertuch eine Kunstblumen-Fabrik, 1785 war er Mitbegründer der in Jena erschienenen »Allgemeinen-Literaturzeitung«.Bertuchs Verlag, das Landes-Industrie-Comptoir (gegr. 1791), produzierte mehrere auflagenstarke, wirtschaftlich erfolgreiche Zeitschriften und Periodika, u.a.: Journal des Luxus und der Moden (1786–1827), London und Paris (1798–1815), Bilderbuch für Kinder (1790–1830). Zudem vertrieb der Verlag auch Luxusartikel. Im Jahr 1804 gründete Bertuch das Geographische Institut, eine Tochtergesellschaft des Landes-Industrie-Comptoirs, das sich auf die Publikation von Geografika spezialisierte und als Verlag bis 1905 bestand. In der Digitalen Bertuch-Sammlung sind alle digitalisierten Publikationen des Landes-Industrie-Comptoirs und des Geographischen Instituts aus dem Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek aufgeführt.
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