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Zeichnung
Anatomiestudien zur oberflächlichen Muskulatur des Menschen
1781
- Inventarnummer
- GGz/1788
- Inventarnummer
- GGz/1788
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:80351
Bleistift, Feder in Grau
Die Zeichnung gehört zu einer Gruppe nach Vorlagen gezeichneter anatomischer Studien, die um 1780/81 entstanden sind (GGz/0079, GGz/0106, GGz/0107, GGz/0916, GGz/1787, GGz/1788, GGz/2245).
Die Anatomiestudien eines Oberkörpers sowie eines linken Armes entsprechen Vorlagen auf den Tafeln IV und VIII von Carlo Cesios und Johann Daniel Preißlers „L’Anatomia dei Pittori […]“, erschienen in Nürnberg 1759 (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cesio1759). Diese geben vor allem die Strukturen der unter der Haut liegenden Muskeln zu erkennen. Goethe greift dabei jeweils nur ein Detail der jeweiligen Tafeln heraus und kompiliert sie. So wird der Torso, den Goethe auf die linke Seite des Blattes platziert, durch den ausgestreckten linken Arm ergänzt, der folgerichtig neben der linken Schulter des Torsos angesetzt ist und ihn damit zu erweitern scheint. Die Zusammenführung dieser beiden Studien ist also kaum zufällig. Goethe verzichtet in seiner Darstellung allerdings auf die erläuternden Beischriften von Cesio/Preißler.
Das Blatt steht in enger Verbindung mit einer weiteren Zeichnung Goethes nach Cesio/Preißler (GGz/0079). Beide Arbeiten dürften im Kontext von Goethes intensiver Beschäftigung mit anatomischen Fragestellungen um 1780 entstanden sein.
Petra Maisak hat darauf hingewiesen, dass Goethe gegen Ende des Jahres 1781 anatomische Studien des menschlichen Körpers in den Vorlesungen der Weimarer Zeichenschule einzusetzen gedachte (Maisak 1996, S. 113).
Christoph Orth, 2025-06-24
Die Anatomiestudien eines Oberkörpers sowie eines linken Armes entsprechen Vorlagen auf den Tafeln IV und VIII von Carlo Cesios und Johann Daniel Preißlers „L’Anatomia dei Pittori […]“, erschienen in Nürnberg 1759 (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cesio1759). Diese geben vor allem die Strukturen der unter der Haut liegenden Muskeln zu erkennen. Goethe greift dabei jeweils nur ein Detail der jeweiligen Tafeln heraus und kompiliert sie. So wird der Torso, den Goethe auf die linke Seite des Blattes platziert, durch den ausgestreckten linken Arm ergänzt, der folgerichtig neben der linken Schulter des Torsos angesetzt ist und ihn damit zu erweitern scheint. Die Zusammenführung dieser beiden Studien ist also kaum zufällig. Goethe verzichtet in seiner Darstellung allerdings auf die erläuternden Beischriften von Cesio/Preißler.
Das Blatt steht in enger Verbindung mit einer weiteren Zeichnung Goethes nach Cesio/Preißler (GGz/0079). Beide Arbeiten dürften im Kontext von Goethes intensiver Beschäftigung mit anatomischen Fragestellungen um 1780 entstanden sein.
Petra Maisak hat darauf hingewiesen, dass Goethe gegen Ende des Jahres 1781 anatomische Studien des menschlichen Körpers in den Vorlesungen der Weimarer Zeichenschule einzusetzen gedachte (Maisak 1996, S. 113).
Christoph Orth, 2025-06-24
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