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Zeichnung

Porträt Cornelia Schlosser, geb. Goethe

1768 - 1771

Inventarnummer
GGz/2198
Inventarnummer
GGz/2198
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:80316
Die Zeichnung gehört zu den Porträtzeichnungen Goethes sowie zur Gruppe der frühen Zeichnungen.

In einem ovalen Bildfeld ist das Brustbild Cornelia Schlossers, der Schwester Goethes, im Profil vor einem abgedunkelten Hintergrund gezeigt.

Das Oval ist mit einer Bleistiftlinie eingefasst und das Porträt mit zarter, leicht gewischter Bleistiftschraffur ausgeführt. Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten. Einstichlöcher sind oben und unten mittig an den Rändern sowie in den Ecken zu erkennen.

Femmel betont die bereits durch Drost und Münz beobachtete zarte und liebevolle Darstellung der jüngeren Schwester Goethes. Die Datierung der Zeichnung schwankt zwischen 1768 und 1771 (vgl. Corpus I, S. 37; Münz 1949, S. 27; Drost 1932, S. 21). Münz erkennt in dem Vergleich zu dem 1772/73 datierten Porträt Cornelias (Corpus VIb 229) eine Weiterentwicklung der Charakterisierung von Gesichtern durch Goethes physiognomische Studien (vgl. Münz 1949, S. 27). Laut Maisak spiegelt der Zwiespalt zwischen der Strenge der Form und der Weichheit des Ausdrucks in der Porträtzeichnung das Verhältnis der Geschwister wider: Die innige, aber nicht immer unproblematische Beziehung zeichnet sich in der Korrespondenz der beiden ab (vgl. Maisak 1996, S. 39). Im Vergleich zu der Porträtzeichnung von Johann Ludwig Ernst Morgenstern (Freies Deutsches Hochstift, Frankfurter Goethe-Museum, Inv.-Nr. III-10808) werden die Schwächen deutlich, die Goethes frühe Porträtzeichnung kennzeichnen, wie die Proportionen, die Wiedergabe des Schulteransatzes oder des Ohrs.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung

Bez. von K. Ruland: "Porträit Cornelia´s von Goethe / gezeichnet."

Bez. von K. Ruland: "Porträit Cornelia´s von Goethe / gezeichnet."

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