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Zeichnung
Wartburg von Süden (recto); Treppenhaus in Goethes Gartenhaus (verso)
1777
- Inventarnummer
- GGz/1157
- Inventarnummer
- GGz/1157
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:80006
schwarze Kreide, Pinsel in Grau (teilweise laviert) (recto); Bleistift (verso)
Die Zeichnung gehört zu einer kleinen Gruppe, die sich der Wartburg widmet.
Die trotz ihrer sorgfältigen Lavierung skizzenhaft wirkende Darstellung der Burg zeigt sie hoch aufragend auf einem bewaldeten Hügel. Rückseitig findet sich eine perspektivisch angelegte Skizze der Treppe in Goethes Weimarer Gartenhaus in Bleistift.
Das Blatt, das an allen Kanten beschnitten wurde, weist mittig eine horizontale Knickfalte auf. Die graue Lavierung, die unten rechts Überlaufspuren zeigt, ist mit einem leichten Strich aufgebracht, der den pittoresken Gesamteindruck der Zeichnung bedingt. In der oberen linken Ecke finden sich Kreideproben.
In seiner Funktion als Hofbeamter reiste Goethe 1777 in Begleitung von Herzog Carl-August in die Nähe von Eisenach, wobei sie auf der Wartburg unterkamen. Petra Maisak beschreibt, dass Goethe – zu dieser Zeit unter Zahnschmerzen leidend – sich hier von der höfischen Gesellschaft zurückziehen konnte und besonderen Gefallen an der malerischen Erscheinung der Burg fand. Das Zeichnen war ihm dabei auch Mittel der Besinnung und Kontemplation (vgl. Maisak 1996, S. 86).
Aus Goethes Tagebüchern und Briefen geht hervor, wie präsent das Zeichnen für ihn bei diesem Aufenthalt war. So notiert er beispielsweise am 14. September „Gezeichnet, in mir gelebt.“ (WA III 1, S. 47 / Online-Edition: GT I, 14.9.1777 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0436 (Version vom 02.09.2024)). Dass die Bildproduktion dabei nicht immer zielgerichtet war, verdeutlicht Goethes Feststellung „in meinem Diarium steht offt: Ich habe gezeichnet, und es will sich immer nichts finden was ich gezeichnet habe, außer den Paar Dingen die Sie haben.“ (Brief an C. v. Stein vom 16. September 1777, WA IV 3, S. 178 / Online-Edition: GB 3, Nr. 289, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR289_0 (Version vom 02.09.2024)).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Die trotz ihrer sorgfältigen Lavierung skizzenhaft wirkende Darstellung der Burg zeigt sie hoch aufragend auf einem bewaldeten Hügel. Rückseitig findet sich eine perspektivisch angelegte Skizze der Treppe in Goethes Weimarer Gartenhaus in Bleistift.
Das Blatt, das an allen Kanten beschnitten wurde, weist mittig eine horizontale Knickfalte auf. Die graue Lavierung, die unten rechts Überlaufspuren zeigt, ist mit einem leichten Strich aufgebracht, der den pittoresken Gesamteindruck der Zeichnung bedingt. In der oberen linken Ecke finden sich Kreideproben.
In seiner Funktion als Hofbeamter reiste Goethe 1777 in Begleitung von Herzog Carl-August in die Nähe von Eisenach, wobei sie auf der Wartburg unterkamen. Petra Maisak beschreibt, dass Goethe – zu dieser Zeit unter Zahnschmerzen leidend – sich hier von der höfischen Gesellschaft zurückziehen konnte und besonderen Gefallen an der malerischen Erscheinung der Burg fand. Das Zeichnen war ihm dabei auch Mittel der Besinnung und Kontemplation (vgl. Maisak 1996, S. 86).
Aus Goethes Tagebüchern und Briefen geht hervor, wie präsent das Zeichnen für ihn bei diesem Aufenthalt war. So notiert er beispielsweise am 14. September „Gezeichnet, in mir gelebt.“ (WA III 1, S. 47 / Online-Edition: GT I, 14.9.1777 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0436 (Version vom 02.09.2024)). Dass die Bildproduktion dabei nicht immer zielgerichtet war, verdeutlicht Goethes Feststellung „in meinem Diarium steht offt: Ich habe gezeichnet, und es will sich immer nichts finden was ich gezeichnet habe, außer den Paar Dingen die Sie haben.“ (Brief an C. v. Stein vom 16. September 1777, WA IV 3, S. 178 / Online-Edition: GB 3, Nr. 289, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR289_0 (Version vom 02.09.2024)).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung
Rechts unten eigenhändig bez.: "Wartburg Sept 77". - Auf der Rückseite in Bleistift: Treppenhaus des Gartenhauses in Weimar in perspektivischer Wiedergabe
Rechts unten eigenhändig bez.: "Wartburg Sept 77". - Auf der Rückseite in Bleistift: Treppenhaus des Gartenhauses in Weimar in perspektivischer Wiedergabe
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