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Radierung
Titelvignette zu ‚Works of Ossian. Vol. II‘
1772 - 1773
- Inventarnummer
- KGr/03127
- Inventarnummer
- KGr/03127
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:307569
Radierung (später Abzug)
Die Radierung gehört zu den wenigen eigenhändigen druckgrafischen Werken Goethes.
Ein ovaler Schild trägt den Titel „WORKS / OF / OSSIAN. / VOL. II.“ Der Schild ist geschmückt mit einem abgebrochenen Fichtenwipfel, um den ein Band gewunden ist, einem Schwertknauf und einer Blumenranke.
Das Blatt ist stark beschnitten, der Plattenrand nicht vollständig erhalten.
Johann Gottfried Herder machte Goethe auf das Epos der keltischen Mythologie des vermeintlich altgälischen Dichters Ossian aufmerksam, dass 1761 erstmals erschien und sich großer Beliebtheit erfreute, sich allerdings als Fälschung des Schriftstellers James Macpherson herausstellte. In ‚Die Leiden des jungen Werther‘ (1774) nimmt Goethe Bezug auf Ossian und er schuf die Radierung als Titelvignette für die gemeinsam mit Johann Heinrich Merck herausgegebene Neuauflage. Die ersten beiden Bände mit den Titelvignetten Goethes erschienen 1773, aufgrund des geringen Absatzes, wurde die Neuauflage des dritten und vierten Bandes 1777 von Johann Georg Fleischer übernommen und mit Nachbildungen der Goethe’schen Vignette von unbekannter Hand ausgestattet (vgl. Corpus VIb, S. 95, Nr. 272).
Eine erste Erwähnung der Arbeit Goethes und Mercks findet sich im Brief von Maria Karoline Herder, geb. Flachsland an Johann Gottfried Herder vom 27. November 1772: „Es ist bei Merck eine Academie; sie zeichnen und stechen in Kupfer zusammen.“ (Zobeltitz 1936, S. 130) Über die Arbeit an der Ossian-Ausgabe berichtet Goethe in Briefen an Johann Christian Kestner (WA IV 3, S. 86 / Online-Edition: GB 2, Nr. 37 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR037_0 (Version vom 02.09.2024)) und Sophie von La Roche (WA IV 3, S. 87 / Online-Edition: GB 2, Nr. 36 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR036_0 (Version vom 02.09.2024)). Die Radierung selbst erwähnt Heinrich Christian Boie im Brief an Friedrich Wilhelm Gotter vom 23. Juni 1773: „Göthe hat den Oßian englisch nachdrucken laßen. Ein vortreflicher Einfall! Der erste Band mit einer Titelvignette von ihm ist heraus.“ (GB 2 I, Nr. EB 4 / Online-Edition: GB 2, Nr. EB 4 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_EB004_0 (Version vom 02.09.2024)).
Der Aufbewahrungsort der Platte ist nicht bekannt. Für die Titelvignette des zweiten Bandes gibt es keinen gesonderten Eintrag im Corpus, sondern ist im Eintrag zur Titelvignette des ersten Bandes eingeschlossen (vgl. Corpus VIb, S. 95, Nr. 272). Von der Radierung ist kein weiterer Abzug als Einzelblatt bekannt, sie befindet sich aber in Mercks Ausgaben ‚Works of Ossian‘ (1773).
Provenienz
Vor 1998 | Erwerb durch Helga Franz, Plön, Erwerbsart unbekannt.
16.01.1998 | Verkauf von Helga Franz, Plön, an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1].
Quellen zur Provenienz
[1] GNM Neuerwerbungsbuch (1992-2014), S. 85, Nr. 12 (gemeinsamer Ankauf mit KGr/03128).
Laura Lisa Beier, 2025-10-07
Ein ovaler Schild trägt den Titel „WORKS / OF / OSSIAN. / VOL. II.“ Der Schild ist geschmückt mit einem abgebrochenen Fichtenwipfel, um den ein Band gewunden ist, einem Schwertknauf und einer Blumenranke.
Das Blatt ist stark beschnitten, der Plattenrand nicht vollständig erhalten.
Johann Gottfried Herder machte Goethe auf das Epos der keltischen Mythologie des vermeintlich altgälischen Dichters Ossian aufmerksam, dass 1761 erstmals erschien und sich großer Beliebtheit erfreute, sich allerdings als Fälschung des Schriftstellers James Macpherson herausstellte. In ‚Die Leiden des jungen Werther‘ (1774) nimmt Goethe Bezug auf Ossian und er schuf die Radierung als Titelvignette für die gemeinsam mit Johann Heinrich Merck herausgegebene Neuauflage. Die ersten beiden Bände mit den Titelvignetten Goethes erschienen 1773, aufgrund des geringen Absatzes, wurde die Neuauflage des dritten und vierten Bandes 1777 von Johann Georg Fleischer übernommen und mit Nachbildungen der Goethe’schen Vignette von unbekannter Hand ausgestattet (vgl. Corpus VIb, S. 95, Nr. 272).
Eine erste Erwähnung der Arbeit Goethes und Mercks findet sich im Brief von Maria Karoline Herder, geb. Flachsland an Johann Gottfried Herder vom 27. November 1772: „Es ist bei Merck eine Academie; sie zeichnen und stechen in Kupfer zusammen.“ (Zobeltitz 1936, S. 130) Über die Arbeit an der Ossian-Ausgabe berichtet Goethe in Briefen an Johann Christian Kestner (WA IV 3, S. 86 / Online-Edition: GB 2, Nr. 37 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR037_0 (Version vom 02.09.2024)) und Sophie von La Roche (WA IV 3, S. 87 / Online-Edition: GB 2, Nr. 36 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR036_0 (Version vom 02.09.2024)). Die Radierung selbst erwähnt Heinrich Christian Boie im Brief an Friedrich Wilhelm Gotter vom 23. Juni 1773: „Göthe hat den Oßian englisch nachdrucken laßen. Ein vortreflicher Einfall! Der erste Band mit einer Titelvignette von ihm ist heraus.“ (GB 2 I, Nr. EB 4 / Online-Edition: GB 2, Nr. EB 4 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_EB004_0 (Version vom 02.09.2024)).
Der Aufbewahrungsort der Platte ist nicht bekannt. Für die Titelvignette des zweiten Bandes gibt es keinen gesonderten Eintrag im Corpus, sondern ist im Eintrag zur Titelvignette des ersten Bandes eingeschlossen (vgl. Corpus VIb, S. 95, Nr. 272). Von der Radierung ist kein weiterer Abzug als Einzelblatt bekannt, sie befindet sich aber in Mercks Ausgaben ‚Works of Ossian‘ (1773).
Provenienz
Vor 1998 | Erwerb durch Helga Franz, Plön, Erwerbsart unbekannt.
16.01.1998 | Verkauf von Helga Franz, Plön, an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1].
Quellen zur Provenienz
[1] GNM Neuerwerbungsbuch (1992-2014), S. 85, Nr. 12 (gemeinsamer Ankauf mit KGr/03128).
Laura Lisa Beier, 2025-10-07
Beschriftung
M.: WORKS / OF / OSSIAN. / VOL. II..
M.: WORKS / OF / OSSIAN. / VOL. II..
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