Bild anklicken für die vergrößerbare Ansicht (IIIF).

Zeichnung

Die Tauben auf dem Eryx Taubenschlag mit Tauben unterschiedlicher Arten

1817

Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:28494

Feder mit Sepia, Pinsel, Aquarell.

Beschriftung

linke Blatthälfte mit Feder in Braun: Heute will ich schwärmen, heute will ich trinken, des Schönen heute / mich erfreun! Eros reiche mir Lyäus Becher, gieß ihn voller Gluth! / den Thyrsus gebr mir in die Hände, doch sey er nur von Fenchel, daß / wenn ich rase damit nicht schade. Tanzen will ich, hüpfen mit dem / Bock des Pans, und wenn ich trunken falle hin zur Erde, dann legt / mich in Lyäos, seine Panther spannt davor, auch zwey von / Pan’s Böcken. Heute will ich mit Vieren fahren! Die bringen mich hin / zum Ufer an das Meer, da will ich mich im Schaume kühlen, aus / dem Cythere zuerst entstieg; dann spannt vor den Wagen Cytherens / Tauben an die Deichsel; ein Paar von Eros Sperlingen flattern vor, / die sollen mich über das Meer hinbringen dem Aetna gegenüber, / auf den Berg wo Cytherens schöner Tempel steht. _ Die Tauben / sind schon angekommen, hier will ich Cytheren dienen, gleich den / Priesterinnen ihre geheiligten Tauben füttern. / Anmk. In Sizilien bey Trayani auf dem Berge Eryx stand der / schöne und reiche Venustempel, wo im Frühjahr wenn die / Zugtauben ankamen ein großes Fest gehalten wurde; hier / kam die schöne Jugend zur Venusfeier von ganz Groß=Griechen= / land und Sizilien zusammen. Da wurden viele Tauben der / Venus geheiligt, gehegt und gefüttert. / Wer die erste dieser Tauben ankommen sah, rief „die / Tauben sind gekommen!“ das‘ bedeutete das nahe Fest.

Bezüge im Wissensnetz

Cookie-Einstellungen