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Zeichnung

Junge Blüten am alten Ast

1817

Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:28492

Feder in Schwarz, mit Pinsel farbig getuscht.

Beschriftung

linke Blatthälfte mit Feder in Braun: Will ich mit den Mädchen scherzen, so lachen sie mich aus, und / sagen: du Alter solltest an dein Ende denken, denn dein Scheitel ist / so kahl als ein Berg im Winter von dem der Schnee geweht und von / den Seiten schmelzend rinnt. ?? Ich weiß gar wohl, daß kahl mein / Scheitel, weiß mein Haar, und daß die längste Zeit des Lebens schon / mir ist verronnen, und wenig bleibt noch mir übrig, dann / flieht de Geist, das Leben weicht von mir, und ich zerfalle, bin dann / nur ein wenig in dem alten großen Staub. Nun kann ich nicht Zeit / verliehren, fröhlich muß ich immer seyn. Komm Amor mit dem / großen Becher, gieß ihn voller Gluth, laß mich trinken, daß mir nicht / kaltes Eis in Seel und Adern friern. Kommt ihr holden Mädchen, / kommt ihr Grazien, dicht um mich her, und seht den frohen Alten, / seht wie schön Rosen um einen Schneeberg stehn.

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